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Bonjour Paris

Paris war vor allem eins: heiß, voll und laut. Ganz so, wie man es aus den romantischen Filmen kennt, in denen Er und Sie sich verliebt in die Augen gucken, während sie in beschaulicher Einsamkeit in einem Boot über die Seine schippern ist Paris nicht. Die französische Hauptstadt bietet Großstadtflair. Paris ist eine Weltstadt und neben London und New York eine der wichtigsten Metropolen der Westlichen Welt. Das sagt Wikipedia und ich kann es bestätigen. Die Hauptverkehrsstraßen und das weitläufige UBahn Netz pumpen täglich Millionen Menschen über die Pulsschlagadern der Stadt durch die zwanzig Arrondissements. Man ist umgeben von Menschen aller Hautfarben, Nationen, Berufen und Geschichten und genau das ist es, was Paris für mich unendlich spannend macht. Man befindet sich im Mittelpunkt aller Kulturen, ist nur einer von vielen Millionen und in diesem Mix doch völlig einzigartig. Menschen verschiedenster Nationen ergänzen sich zu einem undefinierbaren Brei, leben direkt nebeneinander, teilen ihre Geschichte und erfinden sie neu.

Wir sind Touristen und auch wenn Marcus auf keinen Fall einen Stadtplan in die Hand nehmen möchte, um uns als solche zu outen finden wir unseren Weg durch die Stadt. Wir schauen Menschen zu, wie sie sich vor der Sacré-Cœur in Pose werfen, während zwei Straßen weiter links das Ghetto beginnt, biegen in Seitenstraßen ab und stehen vor wunderschönen kleinen Bars und Restaurants oder liegen im Park und lauschen der kontinuierlichen Betriebsamkeit der Stadt. So findet man, was der Reiseführer verspricht, indem man die darin vermerkten Orte konsequent meidet. Wenn man sich von den Touristenrouten losmacht, kann man tatsächlich etwas von dem romantischen Reiz, den die Filmwelt suggeriert entdeckten und stößt unverhofft auf kleine Oasen, alteingesessene Bäckereien oder wird Zeuge einzigartiger Momente, wie sie die Großstadt schreibt. So rennt die Zeit an uns vorbei während wir mit scheinbar riesigen Schritten die Stadt erkunden fragen wir uns immer wieder: Oh Paris, was machst du nur mit uns?

Wir bedanken und herzlichst bei Escapio, die uns diese tolle Reise in einem ihrer Paris Hotels ermöglicht haben.

Text: Caroline Kurze | Pictures: Caroline Kurze & Marcus Werner

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