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Hans Kotter

Ich besuche Hans Kotter in seinem Atelier in Charlottenburg. In einem großen, langgezogenen Raum hat er seinen Arbeits- und Wohnraum eingerichtet in denen er mittlerweile seine Lichtinstallationen entwirft.
Ursprünglich studierte Kotter Malerei, legte aber Farbe und Pinsel bald ab, um sich installativen Arbeiten im Raum zu widmen. Das Licht kam zuerst als Mittel zum Zweck hinzu. Beim abfotografieren seiner gegossenen Harzblöcke stolperte er über den Prismeneffekt, der ihn sofort faszinierte. So begann er mit dem Medium Licht zu experimentieren und weißes Licht in seine Spektralfarben aufzuspalten. Er arbeitete sich selbst immer weiter in das Thema hinein, testete Leuchtfolien, Lichtkästen, LEDs, Farben, Spiegelungen, kurz alles was man mit Licht machen kann.

Heute baut Kotter hauptsächlich skulpturale Leuchtkästen, die farbigen und grafisch strukturierten Objekten gleichen und einen konzeptionell, spielerischen Charakter aufweisen. Begeistert spricht Kotter über Licht und erklärt mir etliche Fachbegriffe mit einfachen Beispielen. Seit ungefähr fünf Jahren ist er nun international bekannt und verkauft seine Arbeiten in die ganze Welt. Er wollte schon immer Künstler werden und zog zu diesem Zweck aus seiner Heimat Bayern, nach Berlin. Behalten hat er seinen bayrischen Akzent und den Eifer sich zu entwickeln. In Berlin setzte er in seinem Atelier, in dem er auch heute, zehn Jahre später noch tätig ist seine Lichtarbeiten fort. Das Atelier steht voller Holzkästen, in denen seine Arbeiten verstaut sind, die um die ganze Welt reisen. Er sammelt Kataloge von Ausstellungen, die er besucht und hat und hält etliches Werkzeug in Boxen bereit. Angst vor der Zukunft und dem Stillstand hat er nicht. 'Da ist noch ganz viel Luft nach oben' sagt er mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Text & pictures by Caroline Kurze

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