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Andreas Nicolas Fischer

Andreas Nicolas Fischer macht generative Kunst. Generative Kunst ist eine zeitgenössische Kunstform, bei der nicht unbedingt das Kunstwerk oder Endprodukt im Zentrum steht, sondern der Entstehungsprozess selbst. Ich bin ziemlich fasziniert, als Andreas mir in seinem Berliner Atelier zeigt, was er macht. Zuerst gibt es nicht allzuviel zu sehen, der Raum ist relativ leer und sein Büro sieht auf den ersten Blick nicht anders aus, als viele andere auch. Als er aber den Computer an macht und die Prozesse, die er generiert hat wie ein geduldiger Tanz von Farbe über den Bildschirm laufen oder er aus einer goldenen Kugel mit einem Mausklick die verschiedensten Formen zaubert, folgen meine Blicke gebannt dem was sie sehen.

Andreas generiert Kunst am Computer, weshalb auch Drawingpad und stellvertretend die Tastatur in seinen Daily Basics nicht fehlen dürfen. Er legt die Regeln fest, der Ausgang ist ungewiss, die Kunst entfaltet sich von alleine. Meist hat Andreas eine Vorstellung, wie es später aussehen wird und bestimmt als Endprodukt, was für ihn eine stimmige Komposition bildet. Seine Ideen hält er in seinem Skizzenbuch fest. Inspiration findet er auf beispielsweise auf Reisen wobei hier eher Einflüsse sammelt woraus erst zu Hause echte Ideen werden. Für die Umsetzung der Prozesse ins Physische, in Form von Reliefs, Grafiken, Skulpturen oder Drucken arbeitet Andreas viel mit Holz, Kompositmaterialien oder Alu und bearbeitet die Materialien mit der ebenfalls vorhandenen Fräse. Für diese Tätigkeiten nutzt er Ohrenmuffen, Schutzbrille, Staubmaske sowie für die spätere Bearbeitung Chromspray oder Multi-Öl Spray.

Die Kopfhörer stehen für seinen eher eklektischen Musikgeschmak, wobei Hip Hop seine Konstante bildet. Müsste er eine Lieblingsband nennen wären es die Talking Heads. Generell schleppt Andreas eher weniger Dinge mit sich herum und lässt auch gern mal Handy und alles andere zu Hause.

Visit: ANF.nu

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