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KPM Berlin

Als Aicusine neulich endlich die Zusage bekam, bei KPM, der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin hinter die Kulissen blicken zu können ist wirklich so eine Art Traum für mich in Erfüllung gegangen. Porzellan und ich sind schon seit Ewigkeiten die besten Freunde und ich freue mich über jeden hübschen Teller und jede bezaubernde Schüssel die ich irgendwo in den Weiten von Flomärkten und Einrichtungsgeschäften finde. Nun mal zu sehen, wie diese in der heutigen Zeit hergestellt werden und dabei trotzdem noch so aussehen als wären sie hundert Jahre alt und würden auch noch weitere 100 überstehen.

KPM ist Berlins einzige und älteste Porzellanmanufaktur und blickt auf eine ca. 250-jährige Tradition zurück. Auch wenn früher noch mehr per Hand geformt wurde und es weniger große Maschinen in der Manufaktur gab, so spürt man doch dass hier noch mit Liebe produziert wird. Beobachtet man die Former, Maler und Prüfer so merkt man, dass es ohne Hände eben doch nicht geht und dass Manufaktur, was 'mit der Hand fertigen' bedeutet, hier auf jeden Fall die richtige Bezeichnung ist. Besonders fasziniert war ich von jener Abteilung, die Farbe auf das Porzellan bringt. Betritt man die heiligen Hallen der Künstler der Manufaktur findet man sich schnell in einer anderen Welt, umringt von Pflanzen, alten Kassetten und Musterstücken hat sich hier jeder Angestellte sein eigenes kleines Reich gestaltet, Farben angemischt, Pinsel sortiert und Fotos aufgehängt, von Familie und Inspiration. Fast könnte man meinen es wäre ihr zweites Zuhause.

Aber auch die Manufaktur selbst ist beeindruckend, vor allem die vielen Oberlichter, die das tollste Licht auf alles werfen und eine wunderbar entspannte Arbeitsatmosphäre schaffen. Vorbei an hunderten Tellern, Tassen, Formen zum Brennen, Bergen von Bruchwaren, Brennöfen und gar dem Keller, wo die Masse vorbereitet wird. Ich fühle mich mal wieder wie ein kleines Kind, will alles wissen und am Liebsten auch gleich alles mitnehmen! Nach 2 Stunden bin ich sicher kein Profi in der Porzellanherstellung, verstehe aber nun viel mehr als vorher und bedanke mich bei Theresa, die mich mit viel Ruhe und Wissen durch die Hallen führte und dank der ich mir nun auch diesen Traum erfüllen konnte. Nun Euch viel Spass mit der kleinen Rundreise!

Auf derAicuisine Seite findet ihr weitere tolle Rezepte und spannende Geschichten rund um das Essen!

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