Das ‘Hutznhaisl’ aka ‘Schutzhütte am Fichtelberg’ der AFF Architekten bietet den Menschen Schutz vor allen überflüssigen Werten, die mit der Entwicklung unserer Zivilisation zunehmend Einzug in unseren Lebensraum halten. Mit der technischen Evolution kamen allmählich Gehilfen wie Brotschneidemaschinen, Kaffeevollautomaten, Mikrowellen, 3D-Umluftbackröhren, Induktionsherde, Wasserbetten, elektrische Zahnbürsten oder das Entertainment auf TFT-Displays in unsere Haushalte. Dinge auf die der moderne Mensch inzwischen scheinbar nicht mehr verzichten kann. Die Rückbesinnung auf das Elementare wird zum Selbstversuch und treibt die Freaks in entfernte Wälder, hohe Gipfel und tiefe Seen. Es mag eine Suche nach den eigenen Grenzen sein oder ein Entrinnen aus den gesetzten Grenzen der Zivilisation aber aus diesem Antrieb entstand das Hütten-Projekt am Fichtelberg.
Wie der Landschaft abgetrotzt erscheint die Hütte als Betonskulptur am Waldrand, wo die Häuser weniger und die Bäume häufiger werden und bildet eine Schnittstelle zwischen Zivilisation und Natur. Den Metropolen entlegen, gibt es hier keine technischen Gehilfen, weder Mobiltelefonempfang, Geschirrspülmaschine oder Mikrowelle, noch Fernsehgerät und Brennwerttherme. Der Betonkörper öffnet sich ausschließlich zum Wald, so wie sich eine Bushaltestelle ausschließlich zur Straße öffnet, immer in die Richtung des anvisierten Ziels.








All images © Hans-Christian Schink









May 07, 2012 · 20:25
sehr schön. da würde ich definitiv gerne mal urlaub drin machen.
May 07, 2012 · 22:03
sehr spannendes projekt. tolle kontraste, auch unter den betonoberflächen an sich, wow
May 08, 2012 · 00:39
Also ich finde es furchtbar. Wenn ich es bei einer Wanderung fände, würde ich es für einen Bunker halten. Von innen sieht es aus wie eine ausgebrannte und notdürftig wieder nutzbar gemachte Ruine. Ich würde da Depressionen drin kriegen. Allein die gelben Haken an den Armiereisen. Was soll das? Ein Haus sollte einem keine Rätsel aufgeben. Das ist das Gegenteil von Form folgt Funktion.
Grausam.
May 08, 2012 · 07:53
Die Haken laden zum aufhängen ein, wie auch der Rest des Interieurs. Schade um die Landschaft.
May 08, 2012 · 09:41
Was soll sowas? Eine Wanderhütte aus Holz, die da bei weitem besser hingepasst hätte, besitzt auch keinen "Kaffeevollautomaten" oder "Induktionsherd". Also ist das ganze Ding konzeptionell schon mal ein kompletter Reinfall. Hinzu kommt, dass dieses Betonmonster eine Verschandelung der Natur sonder gleichen darstellt.
May 09, 2012 · 17:48
TOP
May 09, 2012 · 22:33
über geschmack lässt sich streiten - aber im text wurde die absicht der architekten beschrieben - was sehr gut umgesetzt wurde. klar ist es kein wohlfühlhaus aber das soll es auch nicht sein. es soll schutz bieten, ein ort des rückzugs, nur der mensch und seine gedanken. klingt total kitschig aber das ist der sinn des ganzen, welcher mit stil erfüllt wurde
May 11, 2012 · 17:26
ich find's ganz schlimm. da kommt einem doch nichts gutes in den sinn. spartanisch leben geht auch schön.
Sep 12, 2012 · 14:49
Der Name ist wirklich putzig.
Aber....die Idee mit dem Aufhängen
würde mir schlussendlich sicher auch kommen.
Nov 14, 2012 · 07:58
*_* THIS IS GREAT!
Dec 15, 2012 · 07:22
I can't be more amazed!!!!