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Baker D. Chirico

Insgeheim bin ich ja der festen Überzeugung, dass das eigentliche Monopol für Brot backen in Deutschland liegt; nirgendwo sonst gibt es so viel Auswahl, angefangen bei der Vielfalt der Vollkornbrotsorten, über sämtliche Brötchenvariationen, bis hin zur umfangreichen Süßwarenteilchenecke. Was aber das Design der australischen Bäckerei Baker D. Chirico, angeht, könnten sich unsere etwas eingestaubten Backstuben getrost eine Scheibe abschneiden.

Die vom Design Team March Studio entworfene helle Sperrholzkonstruktion lässt sich in Wellenform von der Decke bis zum Boden nieder und bietet den verschiedenen Brotsorten, die frisch aus dem Ofen kommen, Raum zum Auskühlen und zur ästhetischen Präsentation. Die Nischen sind perfekt angepasst an die Form der eigens produzierten Baguettestangen, Rundbrote, Ciabattas, Getreidekringel und Co. Als Gegenstück zum aufwendigen Regaldesign entpuppt sich die monumentale Theke im Zentrum des Ladens als überdimensionales Schneidebrett. Ganz getreu nach dem simplen Verkaufsmotto der Bäckerei: chop loaf, wrap and sell.

Nach Informationen des Fotografen Peter Bennetts, aus dessen Linse die Bilder für diesen Beitrag stammen, ist dies im Übrigen die beste Bäckerei in Melbourne.

All images © Peter Bennetts

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