Inspiriert von prägenden Filmemachern wie Wim Wenders und Andrey Tarkovsky, betrachtet der brasilianische Künstler Lucas Simões die Beschaffenheit des filmischen Frames präzise aus fotografischer Perspektive. In seinen installativen ‘quasi cinemas’ interessiert ihn besonders, wie die Filmkamera in wenigen klaren Einstellungen Bewegung erzeugt und unsere Vorstellungskraft anspielt.
Dynamik entsteht nicht allein zwischen den Bildern. Somit fragt Lucas Simões nach den Details des einzelnen Frames und zerlegt es in seine Facetten, bis es sich wie eine weite Landschaft vor ihm ausbreitet. Jede Pose, jedes Objekt wird in seiner Abbildung zeitlich gestreckt. Die exakte Haltung eines Arms oder die farbige Anordnung eines Fliesenmosaiks werden wortwörtlich heran gezoomt und gewinnen an Bedeutung für die Komposition des Bildes. Ein noch so minimaler Ausschnitt ist potentiell Impulsgeber einer größeren Geschichte. Ähnlich dem Konzept der Bildfrequenz näht Lucas Simões die Bildausschnitte wellenartig auf den hölzernen Untergrund und schafft mit jeder tiefen Falte den Betrachter vor ein neues Geheimnis zu stellen.











All images © Lucas Simões








17. Feb 2012 · 12:02 Uhr
find ich gut.