Stefan Fürtbauer dokumentiert Würstelstände in Wien. In den oft inselhaft anmutenden, sehr modern wirkenden Imbissbuden steckt mehr als das gute alte Wiener Würstel. Etabliert um 1870, um Kriegsinvaliden eine Arbeitsstätte zu bieten mauserte sich der Imbissstand zum essentiellen Bestandteil urbaner Kultur. Nicht nur um Speisen anzubieten sondern auch als Treffpunkt quer durch alle Klassen.
So ist im Zuge des rauen Wiener Dialekts, der an den Buden zelebriert wird auch der Titel der Arbeit entstanden. Den Käsewürstchen verpassten die Wiener das etwas fragwürdige Synonym ‘Eitrige’, was mit dem Hervorquellen der Käsefüllung auf dem Grill zusammenhängt. Die ‘Eitrige’ wird dann am ‘Buckel’ (Semmel) mit ‘G´spiebenem’ (Senf) serviert. Die Imbissbude wird so zur Eiterquelle.







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Jan 11, 2012 · 12:08
Schöne Aufnahmen. Danke für die interessanten Bilder.
Jan 11, 2012 · 12:36
Klasse Idee und super Umsetzung. Die Lichter kommen echt gut. Tagsüber hätte es sicherlich nicht so toll ausgesehen.
Jan 11, 2012 · 13:21
Darf ich (als in Wien aufgewachsener) korrigieren:
"Buckel" = Bugl (Brotscherzel = Anschnitt vom Schwarzbrot)
"G´spiebener" = eher selten gebrauchter Ausdruck für süßen Senf
Ein Klassiker aus den 70ern/80ern: "A Eitrige mit an Bugl, a 16er-Blech (Dose Ottakringer - die Brauerei befindet sich im 16. Wiener Gemeindebezirk) und a Schachterl Formel1 (Marlboro - irgendwann Hauptsponsor des Formel-1-Zirkusses)
Jan 11, 2012 · 16:59
Tolle Bilder, aber Eitrige möchte ich nicht essen müssen... ;)
LG
Jan 11, 2012 · 17:53
@Manu: du weißt ja gar nicht was dir entgeht :)
Jan 13, 2012 · 10:11
Schöne Bilder! Wien ist wirklich wunderbar!
Jan 13, 2012 · 18:31
Die Bilder erinnern von der Stimmung her an Edward Hopper
Jan 17, 2012 · 20:50
Rudi, das ist mehr als nur großartig!!