Ryan McGinley

‘Wandering Comma’, nach einem umherwandernden Schmetterling, heißt Ryan McGinleys jüngste Ausstellung in der Alison Jaques Gallery in London. Und wahrlich, so leicht und beweglich wie ein Falter streifen wir durch McGinleys Welten, verweilen bei den Surfern die im Sonnenuntergang Leuchtfackeln in den purpurfarbenen Himmel strecken und ziehen weiter zu einem Mädchen das nackt von einem flammenden Heuboden fällt.

Jede Arbeit steht kraftvoll für sich, wirkt wie aus einem Zusammenhang gerissen, dessen Ort und Situation sich uns nicht gleich erschließt. Eine Art der Entfremdung, die maßgeblich für McGinleys Werk ist:

‘My photographs are about removal: bringing people to nondescript locations, to places that aren’t recognizable, removing their clothes, capturing them with a very limited style palette. I try to think about how timelessness, isolation, and style interact.’

Der ehemalige Student der renommierten Parsons School of Design, der unter anderem als bisher jüngster Künstler eine Einzelausstellung im Whitney Museum of American Art in New York hatte, betritt mit ‘Wandering Comma’ auch eigenes Neuland. Zum ersten Mal zeigt er alle Arbeiten einer Ausstellung im Großformat 280×180 cm, dass er ausschließlich dann verwendet, wenn das Bildthema nach einem entsprechend großen Darstellungsrahmen verlangt. Eine Schmetterlingswanderung mit wahrhaft kräftigen Flügelschlägen.

All images © Ryan McGinley

4 Kommentare

  1. Daniel
    09. Jan 2012 · 13:03 Uhr

    Gehts noch besser? ich glaube nicht! Super Arbeiten die meine Fantasie anregen.

  2. postanandi
    09. Jan 2012 · 13:41 Uhr

    traumhaft schön!

  3. Trackback
    10. Jan 2012 · 17:12 Uhr
  4. Max
    15. Jan 2012 · 22:42 Uhr

    Davon abgesehen, dass ich das erste Motiv mittlerweile ausgelutscht und auch fast kitschig finde, super Bilder.

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