Bei Diego Gravineses Arbeiten handelt es sich nicht um Fotografien sondern um fotorealistische Ölgemälde. Durch die Imitation typischer Fotomomente und die extreme Präzision seiner Werke, meint man es mit einer Fotografie zu tun zu haben. Jedoch ist jede Linie, jeder Schatten und jede scheinbare Bewegung von Künstler und Pinsel auf der Leinwand erschaffen worden. Als Reproduktion einer Reproduktion beschäftigt sich der Fotorealismus auch mit der Kritik, dass Kunst nur ein Foto- oder Wirklichkeitsabklatsch sei. Gravinese hat Kunst in Buenos Aires studiert und heute, im Alter von 40 Jahren, seine Gemälde in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert.







All images © Diego Gravinese









Jan 03, 2012 · 12:36
wOw!
Jan 03, 2012 · 12:45
Beeindruckend. Bis zum vierten Bild habe ich echt gedacht das wären Fotografien. Bei dem vierten dachte ich: Ahh, ein Maler und Fotograf :-) Dann las ich den Text und dachte mir: Wow, wie gut muss man nicht nur mit dem Pinsel umgehen können sondern auch die Lehre von Licht, Schatten & Proportionen beherrschen. Ich kenne viele Künstler die Fotorealistisch malen wie z.B. Tim Eitel. Aber Diego Gravineses schlägt sie alle. Ich bin einfach nur Sprachlos das man sowas aus nichts, einer Weißen Leinwand und ein paar Farben erstellen kann!
Jan 03, 2012 · 12:52
schon sehr beeindruckend, ich bin aber noch ganz benommen von den ölmalereien eines pedro campos, der zwar hauptsächlich stillleben malt, diese aber so täuschend echt, dass ich mich gar nicht satt gucken kann. die motive gefallen mir hier allerdings sehr viel besser!
einfach mal durchbrausen: http://www.pedrocampos.net/Sin_titulo_2.htm
Jan 03, 2012 · 17:44
ich wage es mir mal ein urteil abzugeben, auch wenn ich die bilder hier nur am rechner sehe und nicht im original. ich fand schon immer das konzept hinter dem hyperrealismus, mit leuten wie richard estes sehr interessant, da man die grenzen die die photographie damals noch hatte (kein photoshopkram) auf der leinwand versucht hat zu enthebeln, und eine noch "schärfere" realität abzubilden. da steckte wirklich was dahinter.
bei diesen bildern, ganz ehrlich, kann ich keinen künstlerischen wert erkennen. es gibt tausende leute die fotorealistische malen können, und das ganze auch noch weit draüber hinaus getrieben haben (bsp. maclaim,herakut...)
warum soll ich mir ein gemaltes bild mit 100 stunden arbeit angucken, wenn es sich nicht von einer fotografie unterscheidet? wo liegt der wert: im fleiß oder im ergebnis?
Jan 03, 2012 · 23:57
Gerade weil es heute Mittel wie Photoshop und ähnliche Bildbearbeitungsprogramme gibt, die es einem ermöglichen mit wenigen Klicks das selbe Ergebnis wie Gravinese zu erzeugen, finde ich es faszinierend, dass sich jemand die Mühe macht ein fotorealistisches Gemälde zu erstellen. Nicht jeder hat Geduld und Muße es ihm gleich zu tun.
Den Sinn darin muss jeder selbst finden, allen voran der Künstler. Ich kann mir das nur mit echter Leidenschaft für die Arbeit erklären und liegt darin nicht der wahre Charakter der Kunst?
Jan 04, 2012 · 00:19
selbst lessing, der ja eindeutig die poesie im vergleich mit der malerei als die höhere kunst betrachtete, musste einsehen, dass die malerei für ihren aufwand, technik und fleiß an wert gewann. heutzutage sind kunstformen nicht mehr so einfach vergleichbar. doch es ist schon erstaunlich, wie fleiß zu schönem ergebnis führen kann. auch hier gehöhren die motivwahl, die farben, die idee zur ausdrucksform des künstlers. andere gucken gerne blaue vierecke an, das finde ich persönlich seltsamer. obwohl auch dabei kontextualisiert werden muss.
kunst halt.