Miquel Endara

Während der Schulzeit haben wir des Öfteren unsere Hände oder Gesichter unter den Kopierer gelegt und die Bilder zum Ärgernis der Lehrer im Klassenzimmer aufgehängt. Miquel Endara hat das Gleiche mit dem Kopf seines Vaters gemacht. Allerdings hat er das Bild danach noch einmal auf ein Blatt Papier skizziert und die einzelnen Flächen mit insgesamt 3,2 Millionen Punkten ausgemalt. Vom ersten Punkt bis zum fertigen Werk benötigte der Künstler 210 Stunden.

Via Colossal

9 Kommentare

  1. sigi
    06. Dec 2011 · 15:46 Uhr

    mwunderschön, berührend

  2. Judas
    07. Dec 2011 · 00:04 Uhr

    wenn ich sowas sehe bekomme ich Agressionen
    -das ist Arbeit für Maschinen und nicht für Menschen

    Außerdem ist der Typ ein miserabler Zeichner, man muss sich nur mal die Aktzeichnungen (die nicht in dieser dämlichen Robotertechnik gemacht wurden) ansehen

  3. Manu
    07. Dec 2011 · 08:06 Uhr

    @Judas:
    Solche Kommentare beschimpfen einen großen Teil der Kunstgeschichte und zeugen von blatanter Ignoranz. Kunst besteht nicht aus gut zeichnen können. Das könne man auch den Maschinen überlassen. Das Resultat ist großartig und die Technik und die Arbeit sind beeindruckend. Agressionsgefühle kann ich nicht bestätigen.

  4. Judas
    07. Dec 2011 · 12:23 Uhr

    Das Resultat ist doch nicht großartig. Es ist absolut langweilig.
    Man kann natürlich Respekt vor der Fleißarbeit und Konzentration haben so zu Arbeiten.
    Aber am Ende sieht es doch so aus wie die abgezeichnete Photokopie einer Person die ihren Kopf auf einen Scanner gelegt hat.

    Welchen Teil der Kunstgeschichte würde ich den beschimpfen?

  5. duke
    07. Dec 2011 · 19:49 Uhr

    Ich stimme Judas teilweise zu. Ich verstehe den Trend in der zeitgenössischen Kunst nicht, mit Malerei (hier Zeichnung) einer Fotografie möglichst nahe zu kommen. Ich meine klar, man schaut sich sowas zwei Minuten an und denkt sich "Wahnsinn, wie das gemacht ist", aber dann muss ich mir das auch nie wieder anschauen. Mit inhaltlicher Tiefe oder eigenem Stil hat das doch gar nix mehr zu tun, da kann ich mir doch auch eine Doku anschauen, wie ein Atomkraftwerk gebaut wird, denn das ist auch eine technische Höchstleistung(und die will ich Miquel Endara auch gar nicht absprechen), aber eben keine künstlerische.
    Aber das ist ja nur eine Meinung, jedem das Seine...

  6. hüeseyin
    07. Dec 2011 · 21:28 Uhr

    duke hat es meiner meinung nach auf den punkt gebracht

  7. anonelli
    09. Dec 2011 · 10:10 Uhr

    Respekt vor dem Künstler.

    In Zeiten der Hochtechnologie ist die Kunst nicht das Resultat, sondern die beflissentliche Arbeit, die darinsteckt. Wenn die im Resultat zu sehen oder zu spüren ist - dann ist das große Kunst.

  8. Judas
    09. Dec 2011 · 13:31 Uhr

    @anonelli
    Wie sieht es aus mit den chinesischen Kopisten? Sie kopieren die Öl-Gemälder, die zum Kanon der Kunstgeschichte gehören, und verkaufen sie dann an den der sich soetwas in die Wohnung hängen will.
    Das ist auch Arbeit - viel Arbeit. Aber ist das Maximum an Arbeit auch gleich das Maximum an Kunst?

    Vielleicht passt das Interview mit David Hockney ganz gut dazu ( http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,389005,00.html )
    "[...]und die Sehnsucht aufkommt nach einer neuen Wahrhaftigkeit in den Bildern. Und die kann nur die gute alte Malerei befriedigen. Es gibt eine kleine Zeichnung von Rembrandt, winzig, 350 Jahre alt, braune Tinte. Es zeigt Eltern, die ihrem Kind beibringen zu laufen. Die Erwartungshaltung der Eltern, die Unsicherheit und die heimliche Freude des Kindes über den ersten Schritt - all das steckt in diesen wenigen Strichen."
    Das ganze ist zwar etwas aus dem Zusammenhang gerissen, aber die Aussage dürfte trotzdem passen. Die wenigen Striche Rembrandts, innerhalb von Minuten auf das Papier gebracht haben eine ganz eigene Aussagekraft. Welche Arbeit steckt in diesen Strichen? Nicht viel, trotzdem kann diese einfache Zeichnung ein überwältigendes Erlbennis sein.

  9. Jess
    17. Feb 2012 · 03:20 Uhr

    Ich finde diese Technik ist schön anzusehen. Ich finde aber gefilmt, gibt es mir mehr als das Bild an sich (wobei mir der Gesichtsausdruck aber gefällt). Es könnte als Video-Art durchgehen.

Kommentar schreiben

Pflichtfelder sind markiert *