‘Cloud Cities’ nennt Tomás Saraceno seine Mikrowelten. Der Künstler hat aus der Seifenblase heraus seine Grundhaltung definiert und orientiert sich mit seinen Gebilden an deren Stabilität, dazu kommt die enorme Reißfestigkeit von Spinnweben. Zunächst visualisiert er am Computer seine Installation, legt die letztendliche Komposition fest, um dann andere in die Umsetzung einzuweisen. Zum Aufbau benötigt Tomás viele helfende Hände, denn seine Kunststoffhüllen schweben zum Teil im Raum, müssen fixiert und verknüpft werden. Ist das geschehen, fängt die eigentlich künstlerische Arbeit erst an. Jede einzelne Skulptur wird durch Ergänzungen etwa von Pflanzen, Wasser oder Reflektoren in ein eigenes Biotop und in räumliche Beziehung zu den anderen gesetzt.
Am Ende entziehen sich seine Arbeiten den ‘traditionellen Auffassungen von Ort, Zeit, Erdanziehung und traditionellen Vorstellungen von Architektur. Sie sind utopisch und laden zum Mitwirken ein …’ Noch bis zum 15. Januar 2012 ist Tomás Saraceno mit seiner Ausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin zu sehen.







All images © Tomás Saraceno







