SLEEPBOX

Das russische Architektur- und Designbüro Arch Group hat dieses Jahr im August die erste SLEEPBOX im Sheremetyevo International Airport in Moskau, Russland aufgestellt. Die Box soll mit ihren knapp 4 Quadratmetern jedem die Möglichkeit geben, für ein paar Stunden oder Nächte Ruhe, Entspannung und auch ein wenig Schlaf zu finden.

Die Idee soll an Orten wie Bahnhöfen, Flughäfen, Messegelände oder öffentlichen Plätzen realisiert werden. Somit kann sich jeder ohne große Komplikationen nach Belieben zurückziehen, ohne ein Hotel buchen zu müssen. Der Preis der Unterkunft variiert je nach Aufenthaltsdauer: Je länger man in der SLEEPBOX verweilt, umso günstiger wird der Preis pro Stunde. Jede Box ist mit Steckdosen für Laptops und Ladegeräte, Leselampe und einem Belüftungsschacht ausgestattet. Großes Gepäck kann unter dem Bett verstaut werden, kleine Dinge finden im Nachttisch ihren Platz. Jede SLEEPBOX verfügt über Fenster, die Tageslicht in das Innere lassen. Elektrische Jalousien sorgen für genügend Privatsphäre und dunkeln den Raum vollständig ab. Es gibt verschiedene Kabinengrößen, die ein bis drei Personen beherbergen können. Je nach Wunsch variiert die Außenfassade der SLEEPBOX in MDF, Metall oder glasfaserverstärktem duroplastischem Kunststoff.

All images © Arch Group

3 Comments

  1. huzaar
    Sep 29, 2011 · 23:01

    sowas hätt ich gebraucht...

  2. Kantalon
    Oct 07, 2011 · 16:00

    Schlafboxen oder Minihotels sind seit langem ein interessantes Thema, und als Geschäftsidee hochinteressant. Mir persönlich würde es gefallen, meine Privatsphäre oder ein paar Stündchen meines Schlafes immer dann zu mieten wenn ich es bräuchte.
    Ohne ein zehntel eines durchschnittlichen Monatsgehaltes auszugeben, und eben Frühstücksräume, Parkplätze und auch nicht genutzte Stunden einer zur Verfügung gestellten Hotelinfrastruktur zu bezahlen, kann man mit solchen Raum in Raum Systemen gutes Geld und Nerven Sparen.
    Es stellt sich natürlich die Frage ob die angesprochenen Minihotelsysteme planerisch interessant sein werden. Als Konzeption mit Gewinnerzielungsabsicht werden in Flughäfen oder Bahnhöfen solche Boxen wohl eher als Gruppenstandorte separat vom restlichen Reisegeschehen auftreten. Mitten im Laufweg der Passagiere, wird wohl keines dieser Konzepte seinen Platz finden.
    Bedenkt man, dass eine der Hauptdaseinsberechtigung eines solchen Minihotels die Platzeinsparung ist, gibt es im Gegensatz zur starken Geschäftsidee des Konzeptes, konstruktiv einige Kritiken anzumerken. Stellt man beispielsweise die Sleepbox in Reihe, sind die Fenster versperrt und ein Zugang unmöglich. Architektonisch sind die sonst schön anzuschauenden Sleepboxen somit etwas eingeschränkt. Ob der vertikale Sprossenleitergang in das schmale Hochbett für den unsportlichen Ruhesuchenden noch interessant ist, könnte man hier ebenso als Kritikpunkt anführen, wie die Frage, ob man eine Holz-Kunststoffbox hinsichtlich geltender Brandschutzvorschriften an den Flughäfen dieser Welt als geeigneten Aufenthaltsraum bezeichnen kann. Pfiffige Konstruktionen wie die Lösungen von den Deutschen Konstrukteuren von Stay2day oder auch das spanische Konzept von Dream and Fly mit integriertem Badezimmer scheinen wesentlich innovativer. Betrachtet man zum Beispiel das kürzlich veröffentliche „kleinste Hotel der Welt“ von Stay2day, das einen guten Aufenthaltskonfort mit hocheffizienter Raumausnutzung verbindet, wird schnell klar das sich auf dem Erfindermarkt der Minihotels noch einiges tun wird. Würde man zum Beispiel mit diesem Raumwunder ein Hotel mit 40 gut ausgestatteten Minnizimmern bauen, bräuchte man hier ca. 85,00m² Das können Sleepbox und Co bislang noch nicht!

  3. Salas
    Oct 11, 2011 · 18:05

    Das kann auf jedenfall Funktionieren! Siehe die "Capsule Hotels" in Japans Ballungsraümen..

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