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Dragspelhuset

Das niederländische Architekturbüro 24H hat für einen privaten Kunden diesen Erweiterungsbau namens ‘Dragspelhuset’ um eine Hütte aus dem späten 18. Jahrhundert realisiert. Der fantasievolle Bau wurde im August 2004 fertiggestellt und befindet sich direkt am Ufer des Sees Övre Gla inmitten eines Naturschutzgebietes Glaskogen, Schweden.

Laut schwedischen Bauvorschriften darf man am Ufer des Sees nicht bauen, außer wenn es sich um die Erweiterung eines bestehenden Baus handelt. Wie die Flügel eines Schmetterlings entfaltet sich der neue Teil von der mittig gelegenen alten Hütte. Das Besondere an dem Bau ist, dass sich ein Flügel wie der Kopf einer Schildkröte ein- und ausfahren lässt. In den kalten Wintermonaten wird die Kabine aufgrund von Heizkosten eingefahren und im Sommer entfaltet sich der Wohnraum auf sein Maximum. Von dem Rumpf aus kann man auf einen kleinen Bach blicken, der am Haus entlangfließt. Die organische Form des Baus fügt sich optimal in die bewaldete Umgebung ein. Für die schuppenartige Außenfassade wurde rotes Zedernholz gewählt, da es aufgrund von Verwitterung nach einiger Zeit die gräuliche Farbe der umliegenden Felsen annimmt. Um optisch mit der Natur zu verschmelzen, sollen auf dem Rücken des Objekts mit den Jahren Moosteppiche gedeihen.

All images © Christian Richters

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