Hardanger Retreat

Neben ihren eigenen Projekten haben die Architekten Todd Saunders und Tommie Wilhelmsen von 2001-2003 als ‘Saunders & Wilhelmsen Arkitektur AS’ gemeinsame Bauobjekte realisiert. Das Projekt ’Hardanger Retreat’ wurde 2003 in Kjepsø, Norwegen vollendet. Als junger Architekt hat man es nicht leicht, potentielle Kunden von der Umsetzung experimenteller Bauten zu überzeugen. Aus diesem Grund wollten die Architekten eine Idee verwirklichen, die zum einen als realisierte Vision dem Kunden zugänglicher gemacht werden sollte und zum anderen der eigenen Nutzung dient.

Zwei Stunden von der kleinen Stadt Bergen liegt das bewaldete und abgeschiedene Fjordgrundstück, dass sie sich mit ihren letzten Ersparnissen gekauft hatten. Die Hütte ist nur 80 Meter weit vom Ufer entfernt und verspricht einen unglaublichen Blick über den zweitgrößten Fjord Norwegens. Die zum Wasser zeigende Front sowie die Seiten des U-förmigen und seitlich gekippten Objektes sind mit deckenhohen Fenstern ausgestattet. So gelangt genügend Tageslicht in den Raum, der über keine Elektrizität verfügt. Die Fassade ist mit Lamellen aus geöltem Lerchenholz verkleidet. Es wurde bei dem Bau komplett auf Chemikalien und Plastik verzichtet. Der Innenbereich besteht aus geöltem Lerchenholz und Platten aus Birkensperrholz. Die 20 Quadratmeter große ein-Raum-Kabine verfügt über eine Matratze und einen kleinen Tisch. Man kann dort Schlafen, Lesen oder einfach nur den Ausblick genießen. Auf dem Grundstück befindet sich zudem ein 4 Meter großer Wasserfall, der als erfrischende Dusche genutzt werden kann.

All images © Saunders & Wilhelmsen Arkitektur AS

9 Kommentare

  1. steffi
    08. Sep 2011 · 11:17 Uhr

    der ort ist brilliant! und wie die bäume in das terassenholz eingearbeitet werden...
    aber das haus an sich hat jetzt nicht eine derartig große auswirkung auf mich, eher stil normal. aber wahrscheinlich muss man erst dort gewesen sein :)

  2. manuel
    08. Sep 2011 · 12:11 Uhr

    sehr idyllisch. Frage mich nur ob es auch winterurlaubstauglich ist? ;)

  3. hüseyin
    08. Sep 2011 · 19:55 Uhr

    sehr gelungene arbeit, vor allem wie der bau in die natur eingebunden ist
    ... desweiteren freue ich mich sehr über die neue rubrik: architektur.

  4. sigi
    09. Sep 2011 · 16:58 Uhr

    abgesehen davon das ich das Haus und den Ort ganz wunderbar finde, interessiert mich doch die praktische Seite. O.K. Wasserfall als Dusche kann ich mir vorstellen ( sicherlich sehr kalt ) aber wo ist die Toilette? So einfach in die Natur fände ich nicht so witzig.

  5. Markus Reuter
    11. Sep 2011 · 13:57 Uhr

    Atemberaubend! Man sollte so etwas als Hotel anbieten. Perfekt!

  6. f:de
    12. Sep 2011 · 14:00 Uhr

    Haus am See – Damit macht man nie etwas verkehrt!

  7. postanandi
    13. Sep 2011 · 13:51 Uhr

    toll ist das mit den baumstämmen...

  8. ei
    20. Sep 2011 · 10:25 Uhr

    erster gedanke...wow das ist wunderschön...
    zweiter gedanke...sieht aus wie ein frischgeputztes cleenes Ufo in der wilden Natur...
    scheinbar perfekt integriert...stimmt aber nicht...wir habens alle gerne schön ordentlich und sauber...luxuriös...reduziert..wir sitzen in der Natur ohne schmutzige Füße zu bekommen... so als wäre alles um die kleine perfekte Welt, Natur in 3D...

  9. Stefan Rittmann
    05. Dec 2011 · 11:12 Uhr

    @markus reuter
    gibt es. juvet hotel in norwegen, ist aber nicht ganz billig.

    http://gallery.me.com/knut.slinning#100160&bgcolor=black&view=grid
    http://www.juvet.com

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