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Ellen Rogers

Die Engländerin Ellen Rogers kam durch ihren Vater bereits als kleines Mädchen mit der Kunst des Fotografierens in Kontakt. Bis heute praktiziert sie Techniken, die sie in ihrer Kindheit erlernt hat. Sie glaubt fest an die analoge Fotografie und verzichtet nach wie vor auf digitale Geräte oder Photoshop.

Trotz eines absolvierten Studiums in Drucktechnik und Fotografie ist sie der Auffassung, dass dies eine Verschwendung von Zeit und Geld ist. Die Theorie sei zwar interessant, nehme aber einen zu großen Part ein und befähigt nicht automatisch zum Fotografieren, so Rogers. Nach dem Motto ’Qualität statt Quantität’ werden pro Monat nur wenige Aufnahmen realisiert, weg vom Kommerziellen, hin zu aufwendigen und kunstfertigen Bildern. Am liebsten experimentiert die Künstlerin mit traditionellen Methoden in ihrer Dunkelkammer. Ihre Motive sind meist Frauen, da sie sich mit dem auseinandersetzt will, was ihr vertraut ist. Für Rogers ist offensichtliche Schönheit eitel und wertlos, deshalb versucht sie in ihren Themen eine tiefere Bedeutung zu finden. Dabei setzt sie sich vor allem mit der unergründlichen Kraft der weiblichen Verführung und Erotik auseinander. Sie erschafft eine Traumwelt mit opulent geschmückten Frauen, die versuchen den Betrachter in unbekannte und fremde Welten zu locken. Auf eine sehr ästhetische Art wird hier die Sinnlichkeit der Frau thematisiert. Gleichzeitig umgibt die Bilder etwas Makaberes und Dunkles.

Vor kurzem ist ihr Buch ’Aberrant Necropolis’ erschienen. Auf insgesamt 80 Seiten gibt es 72 ihrer Fotografien zu sehen, die aus den Jahren 2008 bis 2010 stammen.

All images © Ellen Rogers

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