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Adam Magyar

Über einen Zeitraum von drei Jahren hat sich Adam Magyar in das Herz bekannter Metropolen unserer Zeit begeben: Zentrale Plätze in denen sich abertausende Menschen jeglicher Couleur in ihren alltäglichen Wegen kreuzen und in der Anonymität der Masse ihre individuellen Motivationen verbergen.

Tokyo. Hongkong. Aus der Vogelperspektive lässt uns Adam Magyar mit seinem Objektiv tief in das vitale Leben der Städte eintauchen, die symbolisch für unsere Vorstellung von Metropolen stehen. Die gezeigten Plätze sind städtische Vertigos. Künstlich geschaffen. Aus drei, vier  Metern Entfernung sind einzelne Personen eingefangen um aus dutzenden von Bildern das Kollektiv zu setzen und zu formen. Eine homogen erscheinende Substanz, deren Kraft sich durch zahlreiche Partikel bedingt. Als Betrachter ist uns der flüchtige Blick von außen auf eine imposante Struktur des Schwarms gegönnt.  Kondensiert in Zeit und Raum blitzen im gleichen Moment Details der individuellen Personen auf: Geschulterte Kisten der Händler, reisende Geschäftsleute mit Handy am Ohr und Rollkoffer im Rücken, Bauarbeiter in Schutzkleidung, ein Mann schiebt eine Waschmaschine vor sich her und mittendrin schaut einer nach oben – ertappt unser voyeuristisches Dasein.

Was bewegt sie und was vermögen sie zu bewegen? Adam Magyar verfolgt diese Fragen auch in seinen weiteren fotografischen Städteprojekten 'Urban Flow' und 'Stainless', die uns in den Rausch des geballten Miteinander ziehen.

All images © Adam Magyar

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