Nik Nowak

Geboren in Mainz, studiert an der Universität der Künste in Berlin, setzt sich Nik Nowak hauptsächlich mit elektronischer Musik auseinander. Er entwickelte eine ganze Serie verschiedener ‘Mobile Booster’, tragbare oder zumindest flexible Soundsysteme, um seine teils eigenwillige elektronische Musik mit den Menschen teilen zu können. Den Anfang machte ‘Baron Bass’, welcher auch Frequenzen im Bereich von unter 30 Hz und somit für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Töne erzeugen konnte. Der Versuch seine Kompositionen auf CD zu brennen misslang leider, da seine Sounds nur auf spezifischen Lautsprechern im speziellen Mix ihre Wirkung voll entfalten können. Aus diesem Grund entschied er sich Geräte eigens für seine Sounds zu entwickeln.

Diese Entwicklungen gipfelten dann nach mehreren Maschinen im sogenannten ‘Panzer’. Nicht nur der Sound wurde hierfür unter dem Motto ‘hit me with music’ perfektioniert, auch die Mobilität wurde ausgebaut und so ist der Panzer bei weitem nicht nur an die urbane Straßenführung gebunden. Die 4.000 Watt starke Maschine kann die Lautsprecherwand nach dem Erreichen des gewünschten Standortes hydraulisch aufrichten, um dann Umgebungsgeräusche gesampelt und arrangiert wiedergeben zu können.

Nik Nowak selbst beschreibt seine Werke aus der ‘Mobile Booster’ Serie, insbesondere den Panzer, als eine Art Antwort auf die Anonymisierung des Lebens im virtuellen Raum. Er selbst bezieht es vor allem auf den Wandel des gemeinsamen Jammens im Park, wie es z.T. in den 80er Jahren noch üblich war. Heute hingegen tauscht man sich hauptsächlich namenlos online aus. Diesem Wandel setzt er seinen Panzer entgegen.

All images © Nik Nowak | Via: Mail

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