JustK

Inmitten von Tübingen steht dieses Einfamilienhaus in Passivbauweise, das von dem Architekturstudio amunt der Architekten Martenson, Nagel und Theissen mit dem Projektnamen ’JustK’ realisiert wurde. Sieben Räume erstrecken sich auf insgesamt 138 qm Wohnfläche, die in unterschiedlichen Höhen über fünf Ebenen hinweg angeordnet sind.

Das Massivholzhaus hat aufgrund von beschränktem Bauplatz eine turmartige Form und verschieden geneigte Dach- und Wandflächen, die eine optimale Raumnutzung ermöglichen. Möblierung und Treppen sind Bestandteil der Architektur und wurden in ihre Umgebung perfekt integriert. Das Innendesign besticht durch seine Geradlinigkeit und Reduktion auf das Essentielle. Martenson und Nagel Theissen erhielten dieses Jahr den ersten Platz der AR House Awards für einen innovativen Umgang mit Materialien, Formen, dem Kontext und Energieverbrauch des Gebäudes.

All images © Brigida González | Via: dezeen

10 Comments

  1. Mark
    Aug 25, 2011 · 09:57

    Hoffentlich engagieren die Eigentümer noch einen guten Landschaftsarchitekten!

  2. Markus Reuter
    Aug 25, 2011 · 10:00

    Hätte nicht dass ich das mal zu einem Haus mit komplettem Holz-Innenausbau sage aber gefällt mir sehr gut!

  3. Frank Limbacher
    Aug 25, 2011 · 10:32

    Bei soviel Mut zur Hässlichkeit verdienen die Bauherren Respekt. Ein originelles und eigenwilliges Kunstwerk zweifelsohne, aber möchte man darin auch wirklich wohnen wollen? Viele Architekten wären insgeheim eigentlich lieber Künstler und produzieren aseptische Design-Visionen, daran ändert auch der Einsatz natürlicher Werkstoffe und eine energieeffiziente Bauweise wenig. Geht es bei Architektur nicht eigentlich darum, eine Wohnumgebung zu schaffen, in der sich Menschen wohlfühlen können?

  4. Clemens Poloczek
    Aug 25, 2011 · 15:06

    @Frank Limbacher: Mir gefällt es sehr sehr gut und ich würde gerne darin leben. Es hängt eben immer davon ab ob oder was für einen Geschmack man hat, aber "Mut zur Hässlichkeit" finde ich schon etwas gewagt...

  5. Frank Limbacher
    Aug 25, 2011 · 15:38

    @Clemens Poloczek: Sehen wir es mal positiv: Gut, wenn Architektur noch in der Lage ist aufzuregen, das bringt uns weiter und da wird auch eine internationale Wettbewerbs-Jury nicht ganz falsch liegen. Ich grüble allerdings noch darüber, wie "verschieden geneigte Dach- und Wandflächen eine optimale Raumnutzung ermöglichen können". Das hat die Jury aber nicht behauptet, oder…;-)
    Tolles Blog, übrigens.

  6. Hendrik
    Aug 25, 2011 · 22:46

    Das Haus ist mir vor paar Monaten in meinem Studium begegnet und ich muss sagen von der Formsprache her ist es schon recht ungewöhnlich und innovativ.Der untere Teil in der klar kubischen Form und die darüber liegenden Etagen mit Verwinkelungen und Abschrägungen ist interessant. Auch am Passivhaus ist nichts auszusetzten. Das Einzige was mich stört ist der grüne Kunstrasen-Teppich ;)

  7. Annika
    Aug 26, 2011 · 16:01

    Habe in der AD über das Haus gelesen. Die Nachbarn haben angeblich Anstrengungen unternommen, den Bau zu boykottieren. Darum auch der eine größere Knick im Dach – so wird einer Nachbarin der Blick auf das Tübinger Schloss/Burg (?) nicht genommen. Ist wirklich spannend, dass sich die Gemüter beim Anblick dieser Fassade so erhitzen. Die graue Optik finde ich weit weniger hässlich als die sich verbreitenden Vorstadthäuser im Toskana-Stil :)

  8. gabriele poloczek
    Aug 27, 2011 · 09:16

    Die Innengestaltung strahlt jedenfalls sehr viel Ruhe und Harmonie aus. Bilder und Pflanzen kommen hier sicher unheimlich gut zur Geltung.

  9. Stefan
    Sep 25, 2011 · 22:15

    Eine Orgie der Geschmacklosigkeit - zumindest von außen...
    Innerlich dann aber auch nicht der Hammer, einfach zu viel des Guten. Es ist wie mit allem: ein Extrem ist zu 99% eher schlecht - siehe das Holz im Innenraum.

  10. Daniel Kopp
    Dec 15, 2011 · 12:03

    Ich wundere mich, dass das Bauamt zugestimmt hat. Wenn ich mir die Nachbarhäuser anschaue, scheint dieses Exemplar überhaupt nicht zum Bebauungsplan zu passen.

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