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John Houck

John Houck studierte Architektur sowie Bildende Kunst und bewegt sich mit seinen fotografischen Arbeiten an eben jenen Schnittstellen. Seine dokumentarischen als auch seine abstrakten Bilder entstehen vornehmlich aus topografischem Interesse. Er lenkt unseren Blick auf eine Welt, die sich in mannigfachen Wiederholungen einzelner Elemente zu größeren Strukturen zusammensetzt und sich über dieses wiedererkennende Sehen von Mustern definiert. Deren Diktat zu durchbrechen, dem strengen Rhythmus sanftere Töne zu entlocken, geht als Idee auch der Serie „Aggregates“ voraus. Mittels selbst geschriebener Software generiert John Houck die höchst mögliche Anzahl an Kombinationen eines rasterförmigen Musters und druckt dies als Kontaktabzug auf Fotopapier. Dem Moment des mathematischen Konstruierens folgt der physische Eingriff.

Immer und immer wieder werden dem Blatt Falten zugefügt, um es dann abzufotografieren, zu falten, abzufotografieren. Als Resultat offenbart sich der deutliche Verweis zu den Grundlagen der digitalen Fotografie: Eine von Fehlern durchsetzte Rastergrafik. Die eigentliche Kritik am Mangel fällt in ihrer ästhetischen Erscheinung aber dann doch positiv aus: Schatten und Wellen entlang der Falten umspielen die Farbverläufe zu einer lebendigen plastischen Komposition.

All images © John Houck

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