Paul Butler

Die allseits bekannten Streetstyle Bilder, der etlichen Modeblogs, stellen für uns keine Besonderheit mehr dar. Paul Butler benutzt in seinen Collagen Fotos, die stark an diese posenden Menschen erinnern und erzeugt durch das Ausschneiden und Überlagern der Silhouetten, neue interessante Kompositionen. Obwohl die Person nicht mehr zu sehen ist, erscheint der neugeformte Charakter viel interessanter als zuvor. Die Frage, die sich beim Betrachten zwangsläufig stellt: Was macht eine Person denn wirklich aus?

All images © Paul Butler | Via: Today and Tomorrow

7 Comments

  1. ei
    Jun 16, 2011 · 11:02

    ...was macht die Person wirklich aus...

    ...sein Umfeld?...hm

  2. Matthias
    Jun 16, 2011 · 12:23

    Nun ja, durch das Verdecken und Übertünchen mit Kulisse und teils Requisite entstehen letztlich ganz andere Fragen. Die Porträtierten uniformieren sich ja nicht durch ihre Pose, das geschah schon längst zuvor, nämlich als sich jene Dargestellten im Moment des Abdrückens daran erinnerten, wie denn all die anderen auf diesen Fotos daherkommen. Nein, das braucht man für ein künstlerisches Interesse nicht aufgreifen und herausstellen, das wäre platt und langweilig. Stattdessen ist doch die Frage viel interessanter, wie die Kulisse das Porträt oder vielleicht gar das ganze Genre (was wiederum zu oberflächlich gedacht wäre) präformieren und darüber hinaus sinngebend konstituieren kann. Die obigen Collagen reihen ja nicht wahllos städtische Situationen aneinander, das tun die Blogs ja ohnehin schon, das bedarf keiner Wiederholung. – Butler geht anders vor: Graffiti bleibt bei Graffiti, Park bei Park und Treppe bei Treppe. Da findet eine Aufreinigung statt, die – besser, wäre sie konsequenter durchgeführt – mehr von der urbanen Eigenlogik erzählt, in der diese modischen Situationen entstehen können. Man sagt dem Bewohner der einen Großstadt einen anderen modischen Stil nach als den der anderen und geht doch dabei nicht darauf ein, welchen Anteil daran die eigenlogischen Differenzen dieser Systeme haben. In diese Richtung macht Butler einen dezenten Vorstoß, indem er Prinzipien der städtischen Systematik auf die Spur geht.

    Das geht in eine ähnliche Richtung wie Mary Scherpes leider erstorbenes Projekt "Stillos in Berlin" (http://stillosinberlin.blogspot.com/), was mir allerdings persönlich besser gefiel, weil es sich stärker mit spezifischen Charakteristika einer einzelnen Stadt statt der gesamten Street-Style-Sache beschäftigt. Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, wird man bald den Vergleich zwischen verschiedenen Städten heranziehen und aus dem Mode-Porträt ein Stadt-Porträt machen. Dann wird erst wirklich interessant; leider ist Butler davon trotz entsprechender Richtung weit entfernt.

  3. Martha
    Oct 28, 2011 · 04:46

    Very Great Ideas, and cool pictures, This means for me is what happens if theres no people in the world of nature and technology. The above collage series do not so do the blogs already. Butler has a different approach cities, grasses, houses and people leave in it.

  4. Marisa
    Nov 03, 2011 · 14:07

    These are beautiful. I admire the use of Japanese Cherry Blossoms in the second and forth pictures. They add an air of romance and serene beauty. I think the whole project gives a general impression of beautiful mystery.

  5. sherzad
    Nov 03, 2011 · 15:05

    Photography is my hobby, but I am not a professional photographer. I just take a shot of any thing that inspire me.
    These photos also reflects inspirational thoughts. the theme is good.

  6. Paul
    Nov 07, 2011 · 19:07

    Paul Butler hat schon was. nämlich die coolsten Fotos weltweit.

  7. Buchungssätze
    Nov 07, 2011 · 19:08

    Wieso sollte man ihn auch ausschneiden, wenn es mit Photoshop geht?

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