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Robert Overweg

Dem Holländer Robert Overweg geht es in seinen Bildern um eine Grenzerfahrung zwischen virtueller Wahrnehmung und Realität. Er wählt Ausschnitte aus Computerspielen, verzichtet aber darauf deren Handlung darzustellen und zeigt lediglich den Hintergrund, vor dem der Spieler sonst seine Krieger oder Zombies aufmarschieren lässt.

Dem Betrachter begegnen zwar bekannte Elemente, aber direkt einordnen lassen sich die Motive nicht. Zu kantig sind die Konturen, zu abrupt brechen Straßen ab und verlaufen sich in einer endlos wirkenden Weite, die keinen wahren Horizont erkennen lässt. „Ich sah normale Straßen, Wände und Büsche, aber auf einmal endete die Straße im Nebel. Also nahm ich mir vor genau diesen Moment festzuhalten und auch in anderen Computerspielen nach dieser Ästhetik des Endes der Welt zu suchen“, sagt er selbst über seine Arbeiten zu the end of the virtual world.

Mit dem stetigen Ziel, den fotografierten Bildausschnitten ihren Spielcharakter zu nehmen, treibt er das Wahrnehmungsexperiment in seiner Reihe flying and floating sogar noch weiter - Häuser fliegen schwerelos, Treppen enden im nirgendwo und aus Counter Strike und Mafia 2 wird tatsächlich Kunst.

All images © Robert Overweg | Via: Triangulation

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