Schon Apollinaire entwarf durch die Anführung eigener Worte Motive wie den Eiffelturm oder ein aufgeschlagenes Buch, auf ganz eigene abstrakte inhaltsreiche Art. Der amerikanische Künstler und Autor John Sokol kreiert Künstlerportraits der hohen Literatur mit Worten aus klassischen Werken. Geschriebene Linien aus aneinandergereihten Buchstaben, ergeben Zitate, die tiefe Gesichtszüge darstellen.
Wer während der Schulzeit nicht das Vergnügen hatte, mit Werken von Kafka, Hesse und Brecht in Berührung zu kommen und sich trotzdem intensiver damit auseinandersetzen möchte, sollte dennoch nostalgisch zum Reclam-Heftchen greifen, denn einfach lässt es sich nicht lesen. Doch durch den metaphorischen Wert, der in dieser Kunst steckt und präzisierter Technik, die Gezeichnetem nahe kommt, ist es nur zu schade, dass die meisten Autoren dieser Serien ihre Schriften niemals selbst in den meisterhaften Porträts von Sokol wiedererkennen werden können.

James Joyce als “Ulysses”
All images © John Sokol | Via: FlavorWire









May 10, 2011 · 13:35
Das ist ja nur zu bestaunen ... Wort und Kunst fliesst förmlich in einander über.
Danke fürs zeigen.
May 10, 2011 · 21:29
lame -man hat schon tausendmal was ähnliches gesehen oder
May 10, 2011 · 21:36
nö...
May 12, 2011 · 23:15
Mir gefällt es. Auch wenn ich es schon tausendmal gesehen haben - nein vielleicht nur 3 - 10 mal- das letzte mal in alten Drucken im Kupferstickkabinett Berlin, aber es ist immer wieder faszinierend.
Die Schrift belebt die Linien und identifiziert die Person viel mehr mit seinem eigenen Sein!
Gruß Susanne
Nov 23, 2011 · 12:20
I think it is such a creative idea to use words spoken by all these prominent men to draw a picture of them. Our words are big part of who we are and this makes it all the more obvious.