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Word Portraits

Schon Apollinaire entwarf durch die Anführung eigener Worte Motive wie den Eiffelturm oder ein aufgeschlagenes Buch, auf ganz eigene abstrakte inhaltsreiche Art. Der amerikanische Künstler und Autor John Sokol kreiert Künstlerportraits der hohen Literatur mit Worten aus klassischen Werken. Geschriebene Linien aus aneinandergereihten Buchstaben, ergeben Zitate, die tiefe Gesichtszüge darstellen.

Wer während der Schulzeit nicht das Vergnügen hatte, mit Werken von Kafka, Hesse und Brecht in Berührung zu kommen und sich trotzdem intensiver damit auseinandersetzen möchte, sollte dennoch nostalgisch zum Reclam-Heftchen greifen, denn einfach lässt es sich nicht lesen. Doch durch den metaphorischen Wert, der in dieser Kunst steckt und präzisierter Technik, die Gezeichnetem nahe kommt, ist es nur zu schade, dass die meisten Autoren dieser Serien ihre Schriften niemals selbst in den meisterhaften Porträts von Sokol wiedererkennen werden können.

James Joyce als “Ulysses”

All images © John Sokol | Via: FlavorWire

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