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Christian Eisenberger

Würde man den österreichischen Künstler Christian Eisenberger nach dem tieferen Sinn seiner Kunst fragen, dürfte man wohl mit einer recht einsilbigen, aber ehrlichen Antwort rechnen: Es ist, was es ist. Frei nach diesem Motto spiegelt sein Werk schlichtweg die absolute Notwendigkeit erschaffen geworden zu sein wieder und sucht ohne große kunstbeflissene Interpretierei den direkten Zugang zum Betrachter.

Eisenberger selbst und die Kunst als sein unbedingtes Ausdrucksmittel befinden sich im stetigen Wandel. Er produziert mit enormer, zum Teil asketischer Ausdauer und nutzt dafür alle Materialien die er findet. So schmuggelte er für seine jüngste Ausstellung Pferdeäpfel von New Yorker Polizeipferden im Rucksack mit und verarbeitete diese direkt am Ausstellungsort zu Ready-mades. Eisenberger macht das profane zum Gegenstand seiner Arbeit und lenkt den Blick konkret auf die Existenz und Vergänglichkeit von Objekten, Dingen und Zuständen. Der Prozess steht bei seinen Arbeiten viel mehr im Vordergrund als das Endergebnis und überwindet als energetischer, vitaler Vorgang den vergänglichen Moment.

Eisenberger provoziert, fasziniert, eckt an, fällt auf und schert sich nicht drum. Würde jemand seine Arbeit kritisieren dürfte dieser wohl mit einem einsilbigen Schulterzucken oder einem ehrlichen „Schleich di“ rechnen.

All images © Christian Eisenberger

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