Im vergangenen Monat bin ich in den Süden Deutschlands gereist und habe den Künstler Stefan Strumbel in seinem Atelier in Offenburg besucht. Er befand sich gerade in den Vorbereitungen für eine Ausstellung in Berlin, die ich zwei Wochen später zusammen mit Nico Niermann ebenfalls mit der Kamera begleitet habe.
Stefan Strumbel fand seinen künstlerischen Ursprung schon früh als Sprayer und Street Artist auf den Straßen Offenburgs. Die intensive Auseinandersetzung mit den gestalterischen Mitteln urbaner Kunst sollten seine Ausdruckssprache nachhaltiger beeinflussen, als ihm bis dato möglicherweise bewusst war. Heute ist der gebürtige Schwarzwälder zu etwas geworden, das sich schwer kategorisieren lässt. Sicherlich ist er Künstler. Gleichzeitig ist er Provokateur – Und einer der wenigen Meister noch funktionierender Tabubrüche in Zeiten kontinuierlicher Enttabuisierung. Stefan Strumbel affiziert, provoziert und kontrastiert – und das auf unterschiedlichsten Ebenen.
Die intensive thematische Verarbeitung des eklatanten Bruchs zwischen konventionell aufgeladener Traditionssymbolik und avantgardistischen Pop-Art-Elementen wird zu einem repräsentativem Bildnis der Suche nach Identifikation. Inhaltlich offenbaren Strumbels künstlerische Brüche also vor allem die obsolet gewordenen Strukturen eines veralteten Konzepts von Heimat. Ganz so heimatlos sind viele seiner Werke jedoch nicht mehr – Mittlerweile zieren diese nämlich nicht nur die Wände diverser Galerien weltweit, sondern ebenso die Wohnzimmer der bekennenden Strumbel-Anhänger Hubert Burda und Karl Lagerfeld.
Da ich selbst aus dem Schwarzwald komme, bin ich ein großer Fan von Stefan und dem Thema Heimat. Ich habe mich schon vor einer ganzen Weile gefragt, was die klassischen Heimat-Symbole von Regionen wie Berlin, Bremen, Köln usw. sind. Vielleicht könnt ihr ja helfen eine Sammlung zu erstellen?!







19. Apr 2011 · 11:53 Uhr
Ich starte das Ganze mal mit dem Schwarzwald und dem Bollenhut sowie der Kuckucksuhr...
19. Apr 2011 · 12:37 Uhr
Wieder mal super Thema, Bild, Schnitt und Musikauswahl. Ab und zu scheints aber so, als wär das Bild leicht unscharf?
19. Apr 2011 · 12:40 Uhr
@Marf: Danke! Wg unscharfem Bild: Ich habe das Originalvideo bei mir zu Hause auf einem 27 Zoll iMac im Fullscreen Modus angeschaut. Da war eigentlich nichts unscharf, außer am Anfang des Kommentars von Rampa. Kann auch daran liegen, dass ARTE das File krass komprimieren...
19. Apr 2011 · 13:30 Uhr
Schaut sehr gut aus! Sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gut! Wow.
19. Apr 2011 · 14:24 Uhr
Ja, sorry, wenn die Bildqualität manchmal nicht optimal ist... Wir bei ARTE sind noch dabei unseren Player zu überarbeiten - und leider reduziert der die Quelldatei noch stark... We try harder ;) - beste Grüße aus Strasbourg, *Alain
19. Apr 2011 · 16:02 Uhr
IGNANT hat sich bis jetzt durch eine hervorragende Auswahl der präsentierten Künstler aus der Masse der "trendigen" Art-Blog hervorgehoben. Das Video ist schön gefilmt und geschnitten... Aber ich frage mich, ob das vielleicht ein verspätetet Aprilscherz ist ? Die Arbeiten und Aussagen des Künstlers erinnern mich sehr an Thierry „Mr. Brainwash“ Guetta. In Kombination mit der Aussage des Kurators zum Schluß ist das harter Tobak. Ehrlich.
19. Apr 2011 · 16:07 Uhr
klasse beitrag * super geschnitten....klasse kuenstler.ich mag seinen inhalt - strumbel wird ein ganz grosser *
hut ab ignant ! juergen
19. Apr 2011 · 16:51 Uhr
great! artist & movie!! thnx
19. Apr 2011 · 16:52 Uhr
@Thomas Pollack: Ist kein Aprilscherz! Schau mal nach, seit wann Stefan das macht und wann Mr. Brainwash erst damit angefangen hat.
19. Apr 2011 · 22:03 Uhr
ich komm mal zurück zum thema und bringe mal den ossi aspekt rein. also heimat in dresden. ist das nebeneinander von brachialer plattenbauarchitektur und bürgerlicher bzw. royaler baukunst. wie semperoper, hofkirche etc. im kontext "zu hause" ist heimat für mich vor allem schoko-wffelbecher mit eierlikör zu geburtstagen, das ewige gerede aller generationen über das verlorene stadtbild in dd oder die alte 80er jahre wohnkultur und design.
19. Apr 2011 · 22:50 Uhr
etwa bei 2:30 steht im untertitel was von zoo haus....
20. Apr 2011 · 02:06 Uhr
das was stefan strumbel (ebenso wie rath) produziert ist pop. und kann seinen künstlerischen anspruch nicht im geringsten erfüllen. pop ART war einmal. mich persönlich langweilt konzept und umsetzung und ist heutzutage für mich nur unter einem kommerziellen blickwinkel zu verstehen und kann in diesem kontext auch wesentlich besser funktionieren.
20. Apr 2011 · 12:26 Uhr
@Oliver: Danke - wenigstens einer, der den Text gelesen hat (;
@Haino: Haha - jetzt erst gesehen. Da ist dem Übersetzer wohl ein Fehler unterlaufen.
@fridolin: bedeutet für dich komerziell gleich schlecht?
21. Apr 2011 · 13:23 Uhr
@ fridolin.....neid???hut ab rath!
21. Apr 2011 · 19:44 Uhr
hej clemes.(juergen)
nein komerziell heißt für mich nicht unbedingt schlecht, es hängt meiner meinugn einfach stark davon ab in welchen kontext die werke von künstler und rezipienten gesetzt werden.
und juergen . neid spielt hier eine untergeordnete rolle. titten , auch schöne, kann ich mir jeden tag bei meiner freundin zu gemüte führen.
schönen abend allerseits.
22. Apr 2011 · 12:08 Uhr
@fridolin: Naja, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Ich finde das Thema "Heimat" grandios, weil es für jeden, egal von welchem Fleck auf der Erde, sofort verständlich ist.
22. Apr 2011 · 18:34 Uhr
Wieder ein super Video Clemens. Vielen Dank für's Teilen. Kann es sein, dass seine Arbeiten schon in einem iGNAN.TV zu sehen waren? Erinner mich dunkel an bunte, schrille Wanduhren ;)
Liebe Grüße, Ben
23. Apr 2011 · 13:21 Uhr
http://www.rath-photografie.de/2011/04/23/stefan-strumbel-faz-frohe-ostern-aus-der-heimat/
24. Apr 2011 · 18:14 Uhr
Die Arbeiten von Stefan Strumbel finde ich unheimlich gut und mag sie sehr gern. Dein Video ist spitze - vielen Dank für den Beitrag!
25. Apr 2011 · 13:26 Uhr
@Ben: Ja, im vergangenen Jahr habe ich eine seiner Ausstellungen besucht, jedoch wurde er da nicht interviewt.
26. Apr 2011 · 00:46 Uhr
Seinen Eltern habe er damals ganz schon viel Arger bereitet als es Anzeigen zwecks Vandalismus und Hausdurchsuchungen regnete und so versuche er als brav arbeitender Kunstler nun einiges wieder gut zu machen..
01. Jul 2011 · 13:28 Uhr
Gefällt mir wirklich gut, auch wenn ich kein Fan von Sprayen und ähnlichem bin.
09. Aug 2011 · 11:52 Uhr
Sprayen als Kunst ist okay, solange es nicht die ganzen Busse und Straßenbahnen verunreinigt ^^ (an Hubert) Das Video gefällt mir ganz gut, schöne Übergänge und Musikauswahl.
Jedoch scheint das Bild bei den Übergängen erst immer kurz nachzuschärfen. Kann das sein oder bilde ich mir das jetzt nur ein?
14. Aug 2011 · 16:20 Uhr
Bin schon gespannt auf die Sammlung.
06. Sep 2011 · 18:18 Uhr
Ich bin selbst ein Fan von Stefan Strumbel. Ich bin zu diesem Beitrag über Google gekommen. Danke für das Video, finde ich klasse!
24. Sep 2011 · 00:40 Uhr
Habe gerade den Artijel im New York Times Magazine ueber den Herrn gelesen. Wirklich interessant und empfehlenswert.
19. Dec 2011 · 00:40 Uhr
Schaut sehr gut aus!