Wie bei so vielen großen Künstlern erlangten die Werke von Vivian Maier erst nach ihrem Tod Würdigung. Dabei ist die Geschichte um ihre Person mindestes genauso faszinierend wie ihre Bilder selbst.
Die in Frankreich aufgewachsene Vivian Maier kam in den 1950er Jahren als junge Frau nach New York und arbeitete dort als Haushaltshilfe und Kindermädchen. Ihre große Leidenschaft war jedoch die Fotografie, weshalb sie fast ihr gesamtes Leben täglich auf den Straßen von New York und Chicago mit ihrer Kamera (einer zweiäugigen Rolleiflex) unterwegs war.
Ihre heimliche Leidenschaft und beeindruckenden Werke kamen jedoch erst 2007 ans Tageslicht, als der damals 26-Jährige John Maloof eine Kiste mit rund 30.000 Negativen der Hobby-Fotografin ersteigerte. Auf Grund von Geldproblemen hatte die zu diesem Zeitpunkt Obdachlose all ihre Bilder und die Kamera zu einem Pfandleiher gebracht und nie wieder eingelöst.
Beeindruckt von den Bildern begab sich Maloof zwei Jahre lang vergeblich auf die Suche nach der mysteriösen Fotografin. Seine Anstrengungen endeten im Jahre 2009 jedoch abrupt als er ihre Todesanzeige in einer Chicagoer Zeitung entdeckte. Seither ist er bemüht die Legende von Vivian Maier aufrecht zu erhalten. Im Herbst dieses Jahres möchte er ein Buch über ihr Leben veröffentlichen und 2012 soll ein Kinofilm folgen.
Wer ihre beeindruckenden Bilder einmal live und in Farbe begutachten möchte: hat jetzt die Möglichkeit: Noch bis zum 28. April läuft ihre erste deutsche Ausstellung in der Hamburger Galerie Hilaneh von Kories.











All images © John Maloof






