K, a society

Der Belgier Kris Verdonck studierte Bildende Kunst, Architektur und Theater. Seine Arbeiten mit A Two Dogs Company bewegen sich innerhalb dieser Schnittmenge von Installation und Performance.

Der performative Installations-Rundgang „K, a society“, der 2010 beim Festival Theater der Welt uraufgeführt wurde, führt verschiedene Fragmente und Motive Kafkas in schlagkräftige Bilder über. „K, a society“ liest sich als sehr aktuellen Kommentar zu den Rissen der westlichen Gesellschaft. Es verweist besonders auf eine wesentliche Lücke, entstanden aus Konsum und Technik, die das zeitliche Korsett des Einzelnen enger zieht, die Sinnsuche aber weit aufreißen lässt. Kleine Implosionen des Scheiterns rütteln nicht wach, sondern zementieren den Zustand ein Niemand zu sein, der glaubt den Zugriff auf das Große Bild nicht mehr herstellen zu können. Der letzte Raum namens „Shell“ pointiert diesen Moment auf das Feinste: Der große Knall rauscht vorbei. Ein Schutzschild aus Unzulänglichkeit greift.

All images © Luc Schaltin

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