Christoph Morlinghaus

Christoph Morlinghaus aus New York ist bekennender Nihilist. Überraschenderweise fotografiert er am liebsten Kirchen, die ihn aufgrund der spirituellen Ausstrahlung in ihren Bann gezogen haben.

Auf seinen Bildern sind nie Menschen zu sehen, obwohl an den Orten sich normalerweise große Menschenmengen aufhalten. Ihm gefällt der Eindruck von Verlassenheit, da so der Fokus komplett auf dem Gebäude liegt und das Auge nicht von den herumstehenden Personen abgelenkt wird.

Der mehrfach preisgekrönte Fotograf verzichtet bei seiner Arbeit auf einen Computer. Er fotografiert noch mit einer klassischen 8×10-Kamera und verzichtet somit komplett auf digitale Nachbearbeitung.

9 Kommentare

  1. Thomas
    16. Jul 2010 · 13:22 Uhr

    Hat was Überwachung und Endzeitstimmung -
    paßt ja ganz gut zu ihm.
    (Wo findest Du bloß die ganzen Sachen?!)

  2. Clemens | iGNANT
    16. Jul 2010 · 13:38 Uhr

    Lustig, dass du das gerade bei der Geschichte fragst! Meine Mutter und auch mein Vater schicken mir ab und an Namen von Künstlern oder Fotografen, über die sie etwas gelesen haben...Also quasi - Via: Mama

  3. Thomas
    16. Jul 2010 · 16:45 Uhr

    Wenn das so ist, muss ich einen Blog über Königshäuser eröffnen :-)

  4. Clemens | iGNANT
    16. Jul 2010 · 17:48 Uhr

    Haha - wäre doch ma was Neues. Wird nur schwierig die Zielgruppe ins Netz zu locken...

  5. Trackback
    16. Jul 2010 · 19:41 Uhr
  6. Subsystem
    16. Jul 2010 · 19:55 Uhr

    kann es sein das der weg vom ersten bild als kulisse für den Film "catch me if you can" benutzt worden ist?

  7. coquille
    21. Jul 2010 · 23:30 Uhr

    @ Thomas:
    Schwachsinn: im Gegensatz zur postmodernen Jauchegrube, aus der allerhand Kreative mit beiden Armen voll schöpfen, haben die Werke von Christoph Morlinghaus eine bestimmbare Aussage. Und die wiederum hat nichts mit einer apokalyptisch-messianischen "Endzeitstimmung" oder gar einer "Überwachung" zu tun und: um dem vorherrschenden Kartellamt der Meinungen gleich Einhat zu gebieten: es geht nicht, nicht im Geringsten, um Interpretation von Kunst, sondern darum zu erfassen welche Aussage ein Bild hat und was es versucht zu vermitteln.

    Gerade in der Gegenübersetzung von Mensch - Natur die hier einseitig zu Gunsten der "Natur" (die hier halt zufällig als Gebäude vorliegt) aufgehoben wird, liegt ja gerade der Zauber (ohne jetzt romantisch werden zu wollen) und die Aussage des ganzen Bildes. Ebenso spricht es für ihn als Künstler (auch mal darüber nachdenken was das heißen könnte, sollte, müsste, etc.) dass er auf eine digitale Nachbearbeitung verzichtet.

    Thumbs up, yeah!
    Ausgeschissen. Ende.

  8. The Ballatician / runffm.com
    23. Jul 2010 · 15:18 Uhr

    Wow, da ist sogar meine Uni dabei ;-)
    Sehr cool, danke...

  9. morlinghaus
    11. Jul 2011 · 14:44 Uhr

    @subsystem

    stimmt.

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