Polaroid: The Impossible Project

Ende 2008 stellte der Sofortbildkamera Hersteller Polaroid den Betrieb ein, nachdem sie aufgrund eines Betrugsverfahrens gegen die frühere Muttergesellschaft Petters Group Worldwide und deren Eigentümer Tom Petters Insolvenz anmelden musste. Dieser wurde Anfang diesen Jahres zu 50 Jahre Gefängnis verurteilt, da er mit einem Schneeballsystem einen Schaden von über 3.5 Milliarden US-Dollar anrichtete.

Obwohl der größte Teil der Menschen mittlerweile auf digitale Fotografie umgestiegen ist, konnte und wollte Florian Kaps das Ende des Sofortbildes nicht einfach so hinnehmen und startete kurzerhand das “Impossible Project”. Er kaufte die alten Polaroid-Maschinen und mietete die Fabrik in Holland, um die Kameras wieder zurück auf den Markt zu bringen. Die Rezeptur der ursprünglichen Filme wurde erneuert und aus über 30 neuen Chemikalien zusammengemischt, da das alte Gemisch nachweislich gesundheitsschädlich ist.

Ende 2009 kamen die ersten zwei neuen Polaroid-Modelle zurück in den Handel. Im März diesen Jahres folgten die ersten Schwarzweißfilme.

Im “Polapremium” in der Brunnenstraße 195 in Berlin-Mitte habe ich mich vor einiger Zeit bereits mit Sofortbildkamera und Filmen eingedeckt. Ihr solltet das auch tun, damit Florian Kaps die angepeilten zehn Millionen Filme pro Jahr verkaufen kann.

Tolle Geschichte, die hoffentlich von Erfolg gekrönt wird.

polaroid

1 Kommentar

  1. Andi Licious
    03. Jun 2010 · 19:07 Uhr

    Aloha,
    finde ich großartig und bin auch ein großer Fan von Polaroids. Pola's dürfen einfach nicht sterben. :)

    Cheers, Andi

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