

Vielen Menschen fällt es äußerst schwer vor einer Kamera zu Lächeln. Das macht sich dann zum Beispiel beim präsentieren der Urlaubsbilder schnell bemerkbar, wenn die Umherstehenden fragen warum man so unglücklich und traurig am Strand, bei der Party und vor den ganzen Sehenswürdigkeiten war. Ich stehe ehrlich gesagt auch lieber hinter der Kamera und bin so in der Regel immer fein raus.
„Artificial Smile“ ist ein Projekt der University of Arts Berlin, das diesem Problem auf amüsante Art und Weise ein Ende setzen soll. Nach der Aufnahme eines Portraits wird auf dem Display des Fotoapparates die Person unabhängig von dem ursprünglichen Gemütszustand ausschließlich mit einem fröhlich grinsenden Gesichtsausdruck gezeigt.
Dazu wurde in der Kamera eine Bilddatenbank integriert, die auf den Lippen der abgelichteten Person automatisch einen lächelnden Mund platziert.
Zur Erzeugung eines maximalen Grades an Übertreibung wird bewusst darauf verzichtet, einer realistischen Darstellung zu entsprechen. Im Gegensatz zu den kommerziell auf dem Markt erhältlichen Kameras und deren integrierte „Autoretusche“ verzerrt „Artificial Smile“ den kontextuellen Inhalt des Bildes, formal wird dies durch das golden spiegelnde Gehäuse der Kamera noch verstärkt. Via








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